Vertrauen

Vertraue auf den Herrn und tue Gutes, dann wirst du im Lande sicher leben, und es wird dir gut gehen.

Freu dich am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz wünscht.

Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen.

Deine Unschuld wird er sichtbar machen so hell wie das Licht des Tages, und die Rechtmäßigkeit deiner Sache wird leuchten wie die Mittagssonne.

Sei ruhig in der Gegenwart des Herrn und warte, bis er eingreift. Ärgere dich nicht über die Bösen, denen es gut geht, und fürchte dich nicht vor ihren bösen Plänen.

Lass dich nicht zu Zorn und Wut hinreißen! Ärgere dich nicht, damit du nichts Unrechtes tust!“ (Psalm 37,3-8)

Vertrauen! Überlege mal wem vertraust du? Menschen, Gott oder Organisation! Vertraut mir jemand, fühle ich mich gut dabei. Ich fühle mich dadurch sicherer und mutiger. Wenn mein Partner mir vertraut, ist es ein Zeichen von Liebe. Wenn du deinem Kind vertraust und umgekehrt, dann schafft es für euch einen Lebensraum und eine Beziehung. Wer aber vertraut mir und warum? Weil ich zuverlässig bin, weil man sich auch mich verlassen kann und ich meine Arbeit selbstständig verrichte. Wer vertraut dir – das ist nicht nur dein Partner/in, die Eltern, Kindern, Chef, Freunde. Das sind viele Menschen des täglichen Lebens die eine Gemeinschaft möglich machen.

Jedoch, dort wo kein Vertrauen herrscht, da ist Angst, Misstrauen. Vertrauen bedeutet für uns, in der absoluten Gewissheit zu leben, dass ich gehalten und getragen werde. Somit habe ich Boden unter den Füßen. Ein Fundament mit der Grundlage für meine Sicherheit und Standfestigkeit.

Sicherlich muss man von vorneherein schon ein vertrauenswürdiger Mensch sein, somit können mir auch Menschen vertrauen. Ich bin es würdig, wert, dass mir jemand das Vertrauen schenkt und weil er mich akzeptiert.

Mit Gott ist es genauso. Gott vertraut mir mein Leben an, damit ich mein Leben recht gestalte als Gabe und Aufgabe. Vertrauen wurde mir geschenkt, auf Grund meines Daseins, Menschseins, meiner Art, mein Wesen.

Wem vertraue ich? Es beruht sich auf Gegenseitigkeit. Vorausgesetzt es wird nicht missbraucht und man wird nicht dabei enttäuscht. Es ist wie eine Beziehung und zu fremden Menschen muss man erst Vertrauen aufbauen. Wenn ich mit  jemanden etwas Vertrauliches bespreche, ist dies nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Es ist gezielt auf jemanden, der mit der Sache vertraut ist.

Wem kann ich/du noch vertrauen? Der Organisationen, dass sie ihre Aufgaben mit gutem Gewissen erledigen. Ein Stückweit der Technik, dem Taxifahrer, der dich sicher ans Ziel bringt.

Der Hauptmann von Kafarnaum vertraut Jesus, dass er seinen Knecht gesund macht:

 „Als Jesus in Kapernaum eintraf, kam ein römischer Offizier zu ihm und bat ihn um Hilfe: Er sagte: »Herr, mein junger Diener liegt im Bett, er ist gelähmt und hat große Schmerzen.« Jesus antwortete: »Ich werde kommen und ihn heilen.«

Da sagte der Offizier: »Ach Herr, ich bin es nicht wert, dass du in mein Haus kommst. Sprich nur einfach ein Wort, und mein Diener wird gesund! Ich weiß das, weil ich selbst vorgesetzte Offiziere habe und auch mir Soldaten unterstellt sind. Ich brauche nur zu sagen: `Geht´, und sie gehen, oder `Kommt´, und sie kommen. Und wenn ich zu meinem Sklaven sage: `Tu dies oder tu das´, dann tut er es.«

Als Jesus das hörte, war er tief beeindruckt. Er wandte sich an die Menge und sagte: »Ich versichere euch: Einen solchen Glauben habe ich bisher in ganz Israel noch nicht erlebt!

Und ich sage euch: Viele Menschen werden aus der ganzen Welt herbeiströmen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen. Viele Israeliten dagegen – für die das Reich Gottes eigentlich bestimmt war – werden in die tiefste Dunkelheit hinausgestoßen, wo sie weinen und mit den Zähnen knirschen werden.«

Dann sagte Jesus zu dem römischen Offizier: »Geh wieder nach Hause. Was du geglaubt hast, ist eingetroffen.« Und der junge Diener wurde noch in derselben Stunde wieder gesund.“ (Matthäus 8,5-13)

Vertrauen wir immer wieder in verschiedenen Psalmen und Kirchenlieder erwähnt. Vor allem in Situationen, in denen wir vielleicht gerade den Boden unter den Füßen verlieren. In Gebete bitten wir um das Vertrauen und um die Gewissheit, dass Gott uns auch jetzt in dieser Situation des Zweifels und der  Unsicherheit wieder unser Fundament für unser festen Grund unter den Füßen finden können. Oft können uns Menschen, denen wir vertrauen eine große Stütze sein.

Ein Zeichen des Vertrauens ist für mich ein Zeichen sich in  Bewegung zu setzen. Einen Schritt vor den anderen wagen. Ich mache mich auf den WEG! Vertraust du dir selbst und hast das Gefühl festen Boden unter den Füßen zu besitzen, wirst du mutiger. Vertrauen nimmt die Angst weg und macht dich frei von all den Zwängen. Es ist wie der Sturm (Apostelgeschichte 2,2-4) wo ich schon vorher erklärt habe. 

Hast du kein Vertrauen? Zweifelst du an Gott, weil du denkst er schläft und bekommt nicht, was gerade bei dir oder anderen im Leben passiert? Er macht nichts und lässt uns allein in unserem Schicksal. Es passiert ein Unglück und wo ist Gott? Warum hilft er mir nicht? All diese Fragen stellen sich viele Menschen. Auch ich habe schon oft an diesem Punkt in meinem Leben gestanden und mich gefragt – warum passiert dies alles mit mir? Was muss mein Körper noch an Schmerzen, Gewalt, Missbrauch ertragen? Heute denke ich mir, Gott hat es nicht verhindern können, dass ich als Kind missbraucht wurde, in meiner früheren Partnerschaft mein Mann mich verprügelt und vergewaltigt hat. Doch Gott hat mir die Kraft gegeben, dies alles auszuhalten. Somit wurde ich mit Kraft und Mut eine Kämpferin und habe mich nie aufgegeben. Ich habe trotzdem an Gott geglaubt und vertraut. Er ist immer bei euch. Habt keine Angst! Ängste werden wir immer haben. Auch das Vertrauen zu Gottes Liebe wird es immer wieder Anfechtungen geben. Jedoch mitten in der Angst und dem Zweifel können wir auch erfahren, oftmals erst im Nachhinein: Gott war die ganze Zeit in deiner Nähe! Ich dürfte Gott dankbar sein, dass meine Nöte und Ängste zwar nicht erspart geblieben sind, dennoch habe ich Gottes schützende Hand umso mehr erfahren. Verliere deshalb nicht zu schnell in einer noch so ausweglosen Situation nicht das Vertrauen zu Gott. Nur er allein weiß einen Ausweg, den du nicht wissen kannst. Er fängt dich auf, wo du denkst, du gehst gleich unter.

Wem vertraust du? Gott, Menschen, Organisationen?

Wer vertraut dir? Gott, Menschen, Organisationen?

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