Vertrauen

Glauben bedeutet vertrauen

Früher hat meine Mutter immer zu mir gesagt: „Glauben heißt nicht wissen!“ Wenn ich sage: „Ich glaube, dass ich das Auto abgeschlossen habe“. Dann bin ich mir in diesem Moment nicht sicher und muss nachschauen, ob es auch wirklich abgeschlossen ist.  Es ist unsere Alltagssprache, wenn wir immer wieder sagen: „Glauben heißt nicht wissen“. Jedoch wenn wir von der Bibel sprechen und dort steht „glauben“, dann ist dies was anderes. „Glauben“ heißt hier: „Vertrauen“. Vertrauen!

Worauf vertraue ich, dass ich eigentlich nicht wissen kann. Ich kann nicht wissen, ob ein guter Freund auch zu mir hält. Ich weiß es nicht und könnte es nicht beweisen. Mein Gefühl, vor allem mein Bauchgefühl kann mir nur signalisieren, dass es vielleicht und eventuell so sein könnte. Kinder zeigen uns oft, was es heißt einem zu vertrauen.

Wenn du mit deinem Kind spazieren gehst und es läuft auf einer Mauer. Es hält dann plötzlich die Arme gestreckt zu dir herunter und ruft: „Fang mich!“  Dann springt es auch schon in deine vertrauten Arme. Ohne darüber nachzudenken, ob du das Kind fängst oder auch nicht. Dieses Vertrauen von Kindern ist unglaublich!

Es sind die negativen Erfahrungen, die sie noch nicht gemacht haben. Somit können sie blind vertrauen.

Bei uns Erwachsenen ist dies schon ganz anders. Denn wie gesagt, die Erfahrungen und Enttäuschungen, die wir im Leben machen, prägt uns und wir werden vorsichtiger, misstrauisch und vertrauen nicht mehr so schnell. Wir wurden im Leben schon vielleicht zu oft fallen gelassen und somit werden wir vorsichtiger.

Trotzdem: Ohne Vertrauen geht so vieles nicht im Leben. Auch wenn man schon erwachsen ist. Mein Partner und ich waren vor ein paar Jahren in Bayern im Urlaub gewesen.

Dort sind wir auf einen Berg gestiegen, der etwa 1800 m hoch ist. Man muss sich gegenseitig vertrauen, um sicher ans Ziel zu kommen. Für mich heißt Vertrauen – ich werde gehalten. Wenn ich falle, dann ist jemand da wo mich auffängt. Dadurch kann ich zur Ruhe kommen und finde inneren Frieden – für meinen Alltag und mein Leben. Mit Gott ist es genauso. Wenn ich an Gott glaube, dann vertraue ich ihm ganz und weiß er ist da. Er hält mich, wenn ich falle.

„Ich weiß, dass der Herr immer bei mir ist. Ich will nicht mutlos werden, denn er ist an meiner Seite.“ (Psalm 16,8)

Gott ist immer bei mir, steht an meiner Seite. Dieses Vertrauen wird in vielen Psalmen erwähnt. Gibt es bestimmte Orte, um dies erfahren zu können?

Viele Menschen sind der Auffassung, dass sie nur ihrem Schöpfer am nächsten sind, wenn sie draußen in der Natur sind. Dort können sie Gott spüren und er ist bei ihnen. Der Wald, die Luft und die Natur ist ihnen am liebsten. Ich kann diesen Menschen gut nachvollziehen, wie sie das meinen. Ich selbst habe auf meinem Grundstück eine Baumgruppe „Mein Wäldchen“ mit einer Sitzbank. Viele verschiedene Vögel halten sich darin auf. Es beruhigt mich dort zu verweilen und es ist direkt hinter meinem Tiny House.

Ich liebe es auf der Veranda zu sitzen, den frischen Duft des Frühlings einatmen zu können. Frühs höre den Vögeln beim Gesang zu und genieße die Ruhe und Stille.

Wenn ich die wunderschöne Natur mit all ihren Facetten betrachte und genieße, dann fühle ich mich eins mit der Schöpfung. Ich bin in diesem Moment Gott so nahe, dass ich das Gefühl habe, alles mit ihm teilen zu können. Ich fühle mich ausgeglichen und mit neuer Energie geht es in einen neuen Arbeitstag.

Ich habe neue Ideen für meine Bücher. Und das, was mich noch beschäftigte, hat sich entweder gelöst/aufgelöst oder neu sortiert.

Dadurch, dass ich so erfüllt bin von meinen Eindrücken, möchte ich dies gerne mit anderen teilen. Zudem interessiert mich, wie andere darüber denken, fühlen und empfinden.

Ich will anderen begegnen, mit ihnen reden über die Geschichten von Gott und der Welt, fröhlich sein, nachdenken über gewisse Themen und Texte. In der Natur begegne ich Menschen mit denen ich mich verbunden fühle. Somit bin ich reich beschenkt worden in meinem Leben. Ich nehme Anteil an einer sehr langen Traditionskette. Es verbindet mich durch meine Tätigkeit als Autorin mit vielen Menschen aus nah und fern.

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