ICH KENNE MENSCHEN

ICH KENNE MENSCHEN, die leben nicht nur in der Warteschleife, nein sogar in der Endlosschleife … Die sitzen im Café, trinken einen Kaffee und warten, bis die Zeit vergeht. Dann warte sie auf morgen, übermorgen, auf das nächste Wochenende, den Feiertag und vieles mehr. Ja die warten sogar darauf, dass etwas passiert oder mal jemand sie anspricht. Sitzen da und starren das Handy an und warten darauf, dass es endlich klingelt. Sorry, aber so könnte ich und so will ich auch nicht leben.

Denn man kann seine Zeit doch sinnvoller nutzen, als da zu sitzen, um zu warten … Ich lebe doch im Heute – hier und jetzt und warte nicht auf morgen. Wer weiß denn schon was morgen ist. Ich möchte heute meine Gedanken sortieren und neues Wissen aufnehmen. Ein gutes Buch lesen. Einen neuen Text schreiben, die Zeit einfach richtig nutzen für die Dinge, die einem wichtig sind.

Warten, auf etwas, dass  nicht ist, das ist wie ein Telefonat in der Endlosschleife. Ich indem es immer wieder schön, mit Menschen meine Gedanken auszutauschen und über dies und das zu plaudern. Es sind so Tage, wo ich mich reue und immer wieder gerne mal dem ein oder anderen sagen zu können – schön, dass es dich gibt oder Pass auf dich auf! Was bedeutet der Satz: „Pass auf dich auf!“ Ein Satz der viele in die Enge treibt. Nein, gewiss nicht es ist viel mehr – es soll dir sagen: „Ich mag dich und ich möchte, dass es dir gut geht.“ Sicher gibt es welche, die sich darüber ärgern über diesen Satz.

Denn sie wissen selbst, dass sie auf sich aufpassen können. Aber auch hin und wieder als Grenzgänger unterwegs sind und vielleicht gar nicht wollen aufzupassen. Manchmal möchte man einfach wissen, wie weit man gehen kann. Und wenn dann jemand sagt – Pass auf dich auf! Kommt das definitiv in den falschen Hals und man reagiert beleidigt. Auch wenn es nicht böse gemeint ist, man sagt es, weil man die Person gernhat und einfach möchte, dass es ihr gut geht. Aber so ist es eben, jeder Mensch reagiert anders darauf. Gerade wenn man einen stressigen Tag hinter sich hat, so wie heute. Es war ein verrückter Tag – ich fühle mich so ausgelaugt. Ich reute mich, nur noch auf den Abend allein zu sein.

Eine Erholung tut mir gut. Ich habe so vieles erledigt. Ich möchte so wenig Außenkontakt, denn es ist so viel, was mich beschäftigt. Ich habe genug Bewegung in mir und alles Weitere, was jetzt noch kommt, wäre mir zu viel. Das sind so Tage, da schalte ich am liebsten mein Handy aus. Der PC auf online und bin einfach nicht zu Haus.

Da rief mich eine Freundin an und wollte wissen, wie es mir geht. Sie erzählte mir fast eine halbe Stunde über das was sie bewegt – jedoch ich hate nicht den Mut gehabt, ihr zu sagen, dass ich gar nicht telefonieren mag. Ich konnte nicht mal alles aufnehmen, was sie mir zu erzählen hate. Das sind so Tage, da denke ich mir – so ein Anruf ist wie unangemeldeter Besuch. Es ist schön, wenn andere an einen denken und immer wieder ragen – wie geht es dir? Doch dann, wenn man am meisten seine Ruhe sich wünscht, da kommt der Anruf oder auch der Besuch. Denn es sind die Momente, wo ich gerne meine Texte weiterschreiben möchte, mit meinen Gedanken bei mir bin, einfach nur schweigen – statt schon wieder geistig gefordert zu werden. Bei einem Anruf, der unerwartet kommt, da gibt es keine Gelegenheit mal zu sagen – komm herein ….

Doch einfach klingeln lassen und so tun als hätte ich es nicht gehört, das bring ich nicht übers. Herz. Denn ich sage mir, wenn es wichtig ist und mich jemand braucht – da will ich auch für die Person da sein. Wer weiß, ob ich nicht auch mal jemanden zum Reden brauch. Jedoch so ohne Handy kann man sich das kaum noch vorstellen.

Technik hin oder her, aber es ist schon schön, wenn man mal anrufen kann, um zu ragen, wie es einem geht. Da sind oft viele Kilometer voneinander entfernt und da ist die Technik von heute schon viel wert. Denn es gibt ja auch Tage, da ist man roh mal mit jemanden zu reden – sonst würde wo möglich einem die Decke auf den Kopf fallen. Es hat auch was Gutes für sich, denn wie oft bekomme ich gesagt – schön, dass es dich gibt!

Doch hin und wieder einmal nein sagen und für sich sein wollen – warum ist es nur so schwer? Wenn jemand vor mir steht und mich voll redet und diskutiert, dann sag ich auch – jetzt ist es gut. Doch am Telefon da ist alles so kompliziert … Liegt bestimmt daran, den anderen nicht zu sehen. Durch die Körpersprache kann man viel vermitteln. Aber man kann es lernen auch mal zu sagen – nein ich hab jetzt keine Zeit. Ich rage immer, ob ich gerade störe und ob die Person Zeit für mich hat.

Da ich mir die Zeit nicht einfach eines anderen rauben kann. Zeit, sie ist so kostbar und sollte sinnvoll genutzt werden. Diesen Satz sagte ich vor ein paar Tagen einem guten Freund. Und er meinte, man sollte sie sinnvoll nutzen und nicht für dummes Zeug vergeuden. So saß ich da mit einer Tasse Tee und ließ den Abend einfach nochmals Revue passieren, ehe ich zu Bett ging.

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