MANCHMAL FRAG ICH MICH…

MANCHMAL FRAG ICH MICH, ob ich eigentlich noch „ganz normal“ bin. Denn vieles was ich denke, tue oder fühle, usw. erscheint mir etwas absonderlich zu dem was andere Menschen, so denken und tun. Aber dann gibt es so Tage, wo ich denke – ich bin vollkommen „normal“ und mein Umfeld ist verrückt.

Geht es euch da genauso? Ich denke schon. Denn manchmal kann man gar nicht verstehen, wie man so denken und handeln kann. Vor allem mein näheres Umfeld ist schon sehr speziell. 😉

Eins ich schon mal sicher, ich bin anders als die anderen und das ist auch gut so. Als Mensch bin ich schon ein sonderbares Exemplar. So bunt wie ich oft denke und fühle, so bunt ist auch mein Leben. Ich gehe auch im Winter gerne spazieren, wo es kalt und ungemütlich ist. Dann verzichte ich auch gerne mal auf ein gemütliches Beisammensein mit Menschen, die ich selten sehe oder gerne mag, weil ich genau in diesem Moment lieber mal für mich sein möchte.

Ich kann im größten Chaos an einem neuen Manuskript schreiben, kann aber auch ohne sichtbaren Grund tieftraurig werden und brauche manchmal Stunden, um die einfachsten Dinge zu kapieren, entscheiden und auch umzusetzen. Gehe ich jetzt einkaufen oder später. Muss ich überhaupt was holen oder reicht es, was ich dahabe.

Das sind so Tage, wo ich mich rage: „Geht’s noch – alles klar bei mir!“ Wenn andere mich in so einem Moment dann erleben, höre ich nur: „Moni du spinnst!“ Ich nehme es mit Humor, denn ich weiß ja, wie ich bin. Und jeder der mich kennt, der weiß – das geht vorüber.

Doch „normal“ und „verrückt“ – wo fängt es an und hört es auf? Wer hat schon das Recht zu sagen – der ist nicht normal. Eigentlich keiner! Denn ist die Wahrnehmung, Empfindungen und auch Gefühle eines Einzelnen.

Also ich weiß, dass ich zu 100 % sehr oft anders denke, fühle, handle als die anderen. Mag sein, vielleicht bin ich auch etwas seltsam für den ein oder anderen. Ja, man kann auch sagen, ich habe so meine Macken. Da fällt mir der rohe Diamant wieder ein. Eckig und kantig – voller Macken und Fehler – aber dennoch einzigartig!

Ich selbst stehe hin und wieder schon ratlos vor mir selbst, da braucht man sich nicht wundern, wenn andere mich nicht verstehen können. Verstehen heißt nicht gleich das Denken des Menschen auch zu verstehen. Es ist oft nur so dahingesagt und diesen tiefgründigen Verstand verstehen zu können ist eine Wissenschat für sich. Zumindest bei mir. Vielleicht verstehe ich mich selbst nur oberflächlich und es ist viel komplizierter und tiefsinniger zu sehen.

Mein Ganzes „Ich“ ist wie ein aus lauter kleinen bunten Mosaiksteinen zusammenzusetzen. Da sind die Eindrücke, Erwartungen, Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle, Liebe, Zärtlichkeit, Enttäuschungen, Ängste, Hoffnung, Zuversicht, Träume, Spinnereien und vieles mehr. Doch wenn ich es mir recht überlege, ich kenne mich zwar hier und da so weit schon ganz gut, doch bleibt man sich selbst nicht auch etwas fremd!

Denn wenn ich alle Teile so aneinandersetzen würde, das gäbe ja ein großes Bild. Wo man auf einem Blick kaum anschauen kann, geschweige denn wie soll man das auch noch verstehen können. Ehrlich gesagt, finde ich dieses Chaos in mir voller Unentschlossenheit oder auch diese Zwiespältigkeit zwar irgendwie verrückt aber ich kann und will mich so akzeptieren.

Ich bin so wie ich bin – und das ist auch gut so! Eins muss ich unbedingt noch lernen, den anderen „nicht“ verstehen zu müssen. Oft frage ich mich selbst – muss ich das Verstehen! NEIN – das muss man nicht. Jeder Mensch besteht aus anderen Steinchen und Bilder, sowie auch Muster. Zusammengesetzt sieht jedes Bild anders aus. Drum soll man erst gar nicht versuchen, den anderen zu verstehen, wenn man selbst ja nicht mal seine eigenen Gedanken und Gefühle verstehen kann.

Ja sicher, ich habe auch Momente, wo ich denke – Hm – jetzt verstehe ich mich gerade ganz gut mit mir und meinen Gedanken und Gefühlen. Aber auch aufhören von sinnlosem Denken, um zu verstehen, was einer meint oder sagt. Oft ist es ein lebenslanger Prozess das Verstehen und Verstanden zu werden. Man sollte lernen diese Unsicherheit, Ängste und Selbstzweifel, die dadurch entstehen auszuhalten und niemanden in eine Schublade stecken.

Denn da passt definitiv keiner hinein. Doch ich nehme Abschied von diesem kleinkarierten Denken und akzeptiere mein Chaos und die dazu gehörigen bunten Steinchen. Ich werde auch immer wieder neue Seiten an mir und andere feststellen und entdecken.

Das ist gerade das spannende an unsrem Leben. So wie die Natur immer wieder neue Seiten an sich hat und zu entdecken sind. So ist und bleibt das Leben einzigartig und bunt sowie auch „verrückt“ oder doch „normal“!

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